Härteprüfverfahren:

Prüfverfahren: Härteprüfung nach Rockwell C (HRC)

Die Härteprüfung nach Rockwell C ist anwendbar für metallische Werkstoffe (gehärtete Stähle und Legierungen, Hartmetalle), deren Härte zwischen 20 und 70 HRc liegt.

Bei diesem Prüfverfahren wird im Gegensatz zu den bereits erwähnten, die Härte nicht als Quotient von Kraft durch Eindruckoberfläche definiert, sondern direkt über die Eindringtiefe bestimmt.

Prüfverfahren: Härteprüfung nach Vickers (HV)

Die Härteprüfung nach Vickers ist an metallischen Werkstoffen (gehärteter Stahl, gehärtete Randschichten, Gefügebestandteile) von sehr geringer bis sehr hoher Härte anwendbar. Des weiteren ist diese Prüfung für kleine und dünne Proben geeignet.

Der Prüfvorgang ist derselbe wie bei Brinell, mit dem Unterschied, dass statt einer Kugel nun eine stumpfe gleichseitige Pyramide aus Diamant als Eindringkörper verwendet wird.

Der Messwert ist die Diagonale d des Eindrucks, woraus wiederum der Härtewert berechnet werden kann:

HV = 0,102 x F/A = 0,189 x F/d²

d = d1 + d2 / 2

Prüfverfahren: Härteprüfung nach Brinell (HB)

Die Härteprüfung nach Brinell ist für metallische Werkstoffe (geglühter und vergüteteter Stahl, Leicht-/Schwermetalle) bis zu einer Brinellhärte von höchstens 450 HB anwendbar.

Es wird eine Kugel aus Hartmetall mit genormten Durchmesser 10, 5, 2.5, oder 1 mm (je nach Dicke und Härte des Werkstückes) mit einer bestimmten Prüfkraft F senkrecht in den Werkstoff eingedrückt und der Durchmesser des entstehenden Kegeleindruckes in der Oberfläche gemessen. Die Brinell-Härte HB ergibt sich dann als Quotient der Prüfkraft F und der Oberfläche A des Eindrucks:

HB = F/A = 0,102 x F/A    oder    HB = HV x 0,95

Der Faktor 0,102 ist ein Umrechnungsfaktor und wurde mit der Krafteinheit Newton eingeführt.

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